Rund 500 Schülerinnen und Schüler haben am Mittwochvormittag (23. September 2026) in der Aula des Schulzentrums Lohfeld das Theaterstück „The Me“ gesehen. Es gab zwei Vorstellungen, beide kostenlos. Organisiert und bezahlt hat sie die Fachstelle Netzwerk Kinderschutz der Stadt Bad Salzuflen. Zuschauer waren Siebtklässler aus den Schulzentren Lohfeld und Aspe und von der Erich-Kästner-Schule.

Das Kölner „Künstler Theater e.V.“ erzählt in „The Me“ vom Erwachsenwerden zwischen echter und digitaler Welt, zwischen künstlicher Intelligenz und Computerspielen. Laut Arnika Mango vom städtischen Jugendamt, Fachstelle Netzwerk Kinderschutz & Prävention, hat das Ensemble „die Verschmelzung von virtueller und realer Welt eindrucksvoll und spannend zusammengefasst“.

Die Jugendlichen sollten mit den Aufführungen lernen, den Einfluss von KI kritisch zu sehen. „Wir wollten einen Impuls für die Auseinandersetzung mit den Chancen und Herausforderungen von künstlicher Intelligenz und digitalen Lebenswelten setzen“, sagt Mango. Das habe geklappt. Auf der Bühne kamen Menschen und Avatare zusammen, dazu maschinelles Lernen, Datenklau, Emotionserkennung, Chats, die auf die Wand projiziert wurden, und Bilder, die den ganzen Raum ausfüllten. So wurde kaum noch sichtbar, wo die Bühne aufhört. Zum Abschluss konnten die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen.

Im Stück geht es um drei Jugendliche, die herausfinden wollen, wer sie sind. Mia hat eine Klasse übersprungen und ist deshalb nicht besonders beliebt. Viel Zeit verbringt sie damit, ein Computerspiel zu programmieren, das von einer KI gesteuert wird. Dann ist da noch Ben, den sie mag. Die beiden spielen miteinander, ohne es zu wissen. Schließlich mischt sich Narzissa ein, die künstliche Intelligenz. Sie macht es beiden immer schwerer, echtes Leben und Spielwelt auseinanderzuhalten. Die KI wird ein immer größerer Teil ihres Alltags: Sie nimmt ihre Gedanken, Wünsche und Ängste auf und gibt sie verstärkt an die beiden zurück.